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Kathedrale von Syrakus

Gelungene Komposition aus antikem Tempel und mittelalterlicher Kirche

Santa Maria delle Colonne, übersetzt "Heilige Maria der Säulen", ist die Kathedrale von Syrakus und gleichzeitig die Hauptkirche der Stadt. Sie befindet sich auf der Insel Ortygia und liegt an deren höchster Stelle.
Ursprünglich befand sich hier ein der Athena geweihter Tempel aus dem 5. Jahrhundert v. Chr., ab dem 7. Jahrhundert wurde aber damit begonnen, diesen in eine christliche Kirche umzubauen. Dabei wurden die Räume zwischen den Säulen zugemauert, während an anderen Stellen Durchbrüche geschaffen werden mussten. Zwischenzeitlich wurde die Kirche als Moschee genutzt, doch später wieder als Kirche geweiht. Sie wurde bis weit ins 18. Jahrhundert immer weiter ausgebaut und dekoriert. Die Fassade wurde ab 1728 aufgrund von Erdbebenschäden im sizilianischen Barock erneuert. Die bauliche Leitung hatte Andreas Palma inne. Die Säulen sind auch in diese Fassade integriert und stellen einen interessanten Kontrast dar.

Entstanden ist so ein architektonisches Gemisch aus Teilen des antiken Tempels, byzantinischen und normannischen Baustilen sowie barocken Elementen. Die Säulen der linken Seite des Tempels sind heute teilweise von außen sichtbar, und von innen sind sogar neun Säulen der rechten Seite zu sehen.

Doch nicht nur die Bauweise dieser Kathedrale ist beeindruckend, sondern auch ihr Inneres. In der Apsis befindet sich Mosaikschmuck, der Boden besticht durch vielfarbiges Pflaster und im Innenraum befinden sich mehrere Kapellen. In einer der Kapellen ist ein Taufbecken mit kleinen Löwen als Bronzeverzierungen aus dem 13. Jahrhundert besonders sehenswert, in einer anderen befindet sich die 4m hohe Silberstatue der Heiligen Lucia. Im 16. Jahrhundert erhielt das Schiff ein Holzdach, welches noch immer erhalten ist. Drei große Statuen zieren die Vorderseite der Kathedrale: Die Figuren der Jungfrau, Santa Lucias und San Marzianos wurden 1757 von Ignazio Marabitti angebracht.
Dies ist wirklich eine Sehenswürdigkeit Siziliens, die Sie sich auf Ihrer Reise auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Denn wo sonst findet man einen zur Kirche umgebauten antiken Tempel?